Umsatzsteuersenkung erfordert im deutschen Einzelhandel umfangreiche Preisänderungen

Zur Förderung der deutschen Wirtschaft, die infolge der Corona-Pandemie schwer angeschlagen ist, hat die Bundesregierung beschlossen, für einen begrenzten Zeitraum den Umsatzsteuersatz zu senken. In der zweiten Jahreshälfte 2020 gilt damit statt der üblichen 19 % ein Satz von 16 % (und als ermäßigter Satz statt 7 % nur 5 %), was als Anschub für den Einzelhandelsumsatz gedacht ist.

Diese zeitweilige Senkung stellt die deutschen Unternehmen jedoch auch vor eine Vielzahl administrativer Herausforderungen. Führende Einzelhandelsketten wie Edeka, Lidl, Kaufland, Rewe, Aldi und Netto haben bereits bekannt gegeben, die Senkung des Steuersatzes in Form gesenkter Preise an ihre Kunden weiterreichen zu wollen, und andere Einzelhändler werden sich vermutlich anschließen.

Damit muss der deutsche Handel die Preise zweimal neu berechnen und anpassen: beim Greifen der Senkung Anfang Juli und dann bei der Rückkehr zum normalen Satz Ende des Jahres.

Da die meisten deutschen Einzelhändler immer noch Preisauszeichnungen aus Papier verwenden, wird die Maßnahme nach Branchenangaben erhebliche Kosten nach sich ziehen.

Stefan Welke ist bei Pricer als Country-Manager für Deutschland tätig. Er hat beim deutschen Einzelhandel schon vorher ein zunehmendes Interesse an digitalen Lösungen wahrgenommen, das nun aufgrund der Covid-19-Pandemie noch stärker steigt.

Lebensmittelgeschäfte, aber auch Baumärkte und andere Branchen wie die Haushaltselektronik erfuhren bedingt durch die Corona-Restriktionen und das Abstandsgebot einen Riesenbedarf, Onlinebestellungen abzuarbeiten, sagt er.

Einige Geschäfte sind beim Umgang mit der Situation besser aufgestellt als andere, und können zudem die Auswirkungen der umfangreichen Preisänderungen zum Beispiel wegen der Umsatzsteueranpassung leichter auffangen. Händler, die die Digitalisierung ihrer Läden bis heute verschoben haben und immer noch mit Papieretiketten arbeiten, haben jetzt einiges vor sich.

Sie müssen nun erst einmal die Voraussetzungen dafür schaffen, häufigere Preisanpassungen umzusetzen, und dann sind sie auch mit dem steigenden Wunsch der Kunden nach Möglichkeiten wie Click and Collect konfrontiert.

Elektronische Preisschilder mit hochmodernen Flash-Fähigkeiten, die auch eine Bestimmung des Produktstandortes sowie eine optimale Kundenführung gestatten, helfen den Einzelhändlern bei der Bewältigung der anstehenden Herausforderungen. Darüber hinaus bildet eine solche Lösung die Grundlage einer verbesserten Prozesseffizienz und Customer Experience.

“Nun verstehen die Händler, dass technische Lösungen wie Preisautomatisierung und Click and Collect, die auf elektronischen Preisschildern basieren, im Rahmen einer neuen Normalität ein echtes Muss sind. Jetzt, da es umfangreiche Preisänderungen gibt und immer mehr Kunden online bestellen, ist die fehlende Digitalisierung ein wahres Hindernis. Die Wettbewerber, die ihre Läden hingegen bereits digital umgestellt haben, genießen einen deutlichen Vorteil“, meint Stefan Welke.

Wollen Sie mehr über elektronische Preisschilder, Ladeneffizienz und Digitalisierung erfahren wollen, schreiben Sie Stefan Welke eine Mail, rufen Sie ihn an, oder besuchen Sie pricer.com.

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